20.03.2024

DFD-PW16-LF2-042022 Klassenkameradin und farbige Hausmädchen

Ich bin 16, gehe aufs Gymnasium und meine Eltern sind sehr wohlhabend. In der Klasse habe ich mich mit einem farbigen Mädchen angefreundet. Alle sagen, dass die Hautfarbe keine Rolle spielt und empfinden Farbige als ganz normal. Ich habe das Mädchen sogar zu uns nach Hause eingeladen, aber da gab es ein Problem. Meine Eltern beschäftigen nämlich vier Hausmädchen und die sind alle farbig. Noch dazu tragen sie sehr knappe, weiße Uniformen, die nur aus einer Schürze von den Brüsten bis zum Schritt besteht. Ansonsten sind sie praktisch nackt und dazu eingeölt. Ich muss zugeben, dass ich die Hausmädchen von Kindheit an gewohnt bin und ich sie gar nicht mehr wahrnehme. Aber als meine farbige Klassenkameradin zu Besuch war, habe ich ihren entsetzten Blick gesehen. Nun mache ich mir Vorwürfe. Ich habe meine Mutter gefragt, warum wir nur farbige Hausmädchen beschäftigen und warum die so knappe Uniformen tragen. Meine Mutter druckste herum und meinte, dass Farbige mit der entsprechenden Ausbildung durchaus andere Berufe ergreifen können. Aber sie meinte auch, dass ‚Negermädchen‘ immer noch am besten putzen, am fleißigsten arbeiten und vor allem am gehorsamsten sind. Uniformen für Angestellte wären selbstverständlich und da die Mädchen ‚hübsch anzusehen‘ wären, würden wir ihnen diese ‚angenehm luftige‘ Kleidung erlauben. Ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll. Mich bei meiner Klassenkameradin entschuldigen? Oder behaupten, dass es reiner Zufall ist, dass all unsere Angestellten farbig sind? Oder gar nichts sagen? Aber, wenn ich sie wieder einladen möchte, was dann? Sie muss sich doch komisch vorkommen, von zwei halb nackten ‚Negermädchen‘ bedient zu werden? Oder soll ich sagen, dass meine Mutter eine ‚altmodische‘ Einstellung hat, die ich nicht teile? Bitte geben Sie mir einen guten Rat! Danke!
Isabelle (16)

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